Erfolg. Ein magisches Wort.

Jeder will ihn haben. Jeder braucht ihn. Der eine hat offensichtlich viel davon, der andere vermeintlich eher wenig.

Doch was ist Erfolg eigentlich?

Es gibt keine allgemeine Erfolgsformel. Unter Erfolg versteht jeder Mensch etwas anderes.

Für den einen bedeutet Erfolg vielleicht, möglichst große und sichtbare Zeichen zu setzen – mein Auto, mein Haus, meine Yacht – ein anderer sieht vielleicht auch kleinere Dinge wie den vertrauensvollen Umgang mit Kollegen als persönlichen Erfolg an.

Jeder Mensch ist anders, hat andere Wurzeln, Werte; Ziele und somit auch eine andere Definition von Erfolg.

Der Duden sagt: „ Erfolg ist das positive Ergebnis einer Bemühung.“

Das positive Ergebnis einer Bemühung. Ich muss also etwas tun. Dieses Tun auch wollen. Und das Ergebnis dieses Tuns positiv bewerten. Erfolg hat somit viel mit Zufriedenheit zu tun. Zufrieden sein mit etwas, was ich erreicht habe und was ich auch erreichen wollte.

Erfolg kommt nicht von außen. Es bedeutet nicht, dass ich in eine gewisse Rolle passe oder den Erwartungen anderer gerecht werde.

Erfolg sollte niemals vom Vergleich mit anderen abhängen.

Erfolg ist ein Gefühl, dass aus mir selbst heraus kommt.

Erfolg bildet somit das Fundament unserer eigenen Zufriedenheit, unseres Lebensglücks. Zufriedenheit stärkt das Selbstbewusstsein. So entsteht eine Wachstumsdynamik, die zu persönlicher Veränderung führen kann.

Erfolg bedeutet jedoch nicht, dass wir besonders viel im Leben erreichen, sondern dass wir im Rahmen unserer Möglichkeiten, Ressourcen und Fähigkeiten das Beste aus unserem Leben machen. Erfolg meint, dass ich mir ein Ziel setze und daran arbeite, um es zu erreichen. Ohne ein für mich bedeutsames Ziel kann ich meinen Erfolg gar nicht bewerten.

Erfolg entsteht also im Kopf. Mißerfolg auch. Entscheidend ist meine persönliche Einstellung zum Erfolg.

  • Was genau verstehe ich unter Erfolg? Wann habe ich ihn erreicht?
  • Ist mir Erfolg wichtig? Brauche ich Erfolg?
  • Wünsche ich mir Erfolg überhaupt?
  • Wie fühlt sich Erfolg an?
  • Was tue ich, um Erfolg zu haben?
  • Wie gehe ich mit Misserfolg um? Resigniere und gebe ich auf oder nehme ich den Rückschlag an, lerne ich etwas daraus und wachse daran?

Erfolg ist zeitabhängig und nicht statisch. Im Alter von 15 Jahren definiert man Erfolg möglicherweise anders als mit 50. Aber auch zwischen den Lebensabschnitten ist immer Raum für Veränderungen der persönlichen Definition von Erfolg.

Häufig warten wir auf den großen Erfolg. Und übersehen die kleinen. Dabei besteht dieser eine große Erfolg häufig aus ganz vielen kleinen Erfolgen, die wir Tag für Tag erreichen. Um diese unzähligen kleinen Erfolge sichtbar zu machen und sie damit auch wert zu schätzen, hilft das Schreiben eines Erfolgstagebuches.

Das Aufschreiben schärft das eigene Bewusstsein, steigert langfristig die Motivation und die Zielstrebigkeit und verbessert dadurch auch das persönliche Lebensgefühl.

Ein Erfolgstagebuch ist auf persönliches Wachstum und Weiterentwicklung gerichtet. Es hilft, die persönlichen Erfolgsprinzipien und positiven Routinen tatsächlich und machbar in das eigene Leben zu integrieren.

Es geht darum zu strukturieren, fokussieren, reflektieren und zu bekräftigen. Um die kleinen täglichen Ziele und Erfolge zu erkennen und zu wertschätzen.

Das Erfolgstagebuch  soll dabei unterstützen, über Selbstreflexion die eigene Persönlichkeit zu entwickeln und mehr Achtsamkeit und Dankbarkeit ins Leben zu bringen.

Ich persönlich bevorzuge die handschriftliche Version. Das Führen eines Erfolgstagebuches sollte möglichst einfach sein, aber dauerhaft und konstant.

Erfolg zu haben kann man üben, jeden Tag. Mit kleinen Zielen.

  • Ich nehme mir ein realistisches und erreichbares Ziel vor.
  • Wann will ich dieses Ziel erreicht haben?
  • Was ändert sich in meinem Leben, wenn ich mein Ziel erreicht habe?
  • Warum ist es mir wichtig, mein Ziel zu erreichen?

Wichtig ist, den Erfolg auch zu feiern. Sich Zeit zu nehmen, den Fortschritt zu fühlen. Ansonsten läuft man von Ziel zu Ziel, was großartig ist, denn Erfolg ist kein dauerhafter Zustand, sondern ein Prozess. Dieser Prozess kann aber auch zu einer inneren Unruhe führen und der Jagd nach immer neuen Zielen. Deshalb kann ich nur empfehlen, jeden errungenen Erfolg, und mag er noch so klein sein, ausreichend zu wertschätzen, zu fühlen und dankbar dafür zu sein. Ihn einfach genießen. Wenn man seine Erfolge mit dem positiven Gefühl einer Belohnung verknüpft, wird man sich mit der Zeit automatisch immer erfolgreicher fühlen, je mehr positive Gefühle dieser Art man im Leben hat.

Erfolg ist kein Ziel, an dem man ankommt und stehen bleiben kann.  Erfolg ist ein Prozess des kontinuierlichen Wachstums und der ständigen persönlichen Weiterentwicklung.

Es kommt also beim Erfolg ausschließlich auf den persönlichen Blickwinkel an.

Kommentar meiner 16-jährigen Tochter:“ Ist doch ganz klar. Beim Erfolg kommt es nur auf Dich an, auf Deinen Blickwinkel. Du musst entscheiden, was ein Erfolg ist. Wie andere das sehen, kann Dir total egal sein. Ob groß oder klein, es ist Dein Erfolg! Feiere ihn!“ YES!

Caroline Bitter-Suermann

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